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"TGD_4: Workshops für geflüchtete junge Erwachsene bis 26 Jahre" (keine Antragstellung mehr möglich)

Teilnehmerstruktur: Mindestens jeweils sechs bis 14 junge erwachsene Geflüchtete je Workshop; sie werden von ein bis zwei Fachkräften und von Ehrenamtlichen bzw. SprachmittlerInnen begleitet. Optimalerweise sind dabei Fachkräfte eingebunden, die selbst einen Migrationshintergrund besitzen.

Die Fachkräfte sollen nur am Rande Wissen vermitteln. Sie unterstützen die TeilnehmerInnen dabei, ihre Aufgaben selbstständig, (selbst)-kritisch und problemorientiert zu bearbeiten

Thematischer Fokus:

Geflüchtete beschäftigen sich in Schreib-, Foto-, Medienwerkstätten mit ihrer Lebenswelt. Je nach Motivation kann dies die Aufarbeitung ihrer Migrations und Fluchtgeschichte oder die Auseinandersetzung mit ihrer neuen Heimat bedeuten.

Durch die Teilnahme an diesen kulturellen Bildungsmaßnahmen soll die Integration der TeilnehmerInnen unterstützt und gefördert werden. Dabei stehen die Fähigkeit zur aktiven Kommunikation, technische und organisatorische Kenntnisse, die Stärkung von Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen und Selbstmotivation im Vordergrund.

Darüber hinaus soll eine Anbindung an die jeweils beteiligten kommunalen und zivilgesellschaftlichen Institutionen geschaffen werden.

Format und Dauer: Die Durchführung der Workshops findet i.d.R. bei Kunst- und Kultureinrichtungen statt.

In Abstimmung mit den Bündnispartnern und den Geflüchteten werden vom Antragsteller die Themen und Laufzeit definiert. Die Verteilung einzelner halber oder ganzer Projekttage über mehrere Monate ist genauso möglich, wie mehrere Tage hintereinander im Block.

Die technische Umsetzung kann komplett unterschiedlich erfolgen. Alle Hilfsmittel sind erlaubt: Notizblock und Kugelschreiber, Aufnahmegeräte, Smartphones, Foto- und Videokameras. Dies wird vor Ort von den Bündnispartnern und deren Fachkräften in Abstimmung mit den jungen erwachsenen Geflüchteten bestimmt.

Wir erwarten die besten Ergebnisse, sowohl für das Bündnis, für die Jugendlichen, als auch für die öffentliche Außenwirkung, wenn das Bündnis von Beginn an eine Abschlussveranstaltung unter aktiver Beteiligung der Geförderten mit plant. Sei es eine öffentliche Präsentation der Videos, des Hörspiels, des Comics, des Drehbuchs, der Fotoausstellung, der Diashow, des Audiowalks etc..

Deshalb empfehlen wir als Minimum die Durchführung eines Workshops (5 ganze Tage) und einer Präsentationsvorbereitung (3 Tage) je Jahr.

Die Beantragung mehrerer Workshopeinheiten und eine Kombination unterschiedlicher Medien sind möglich.

Durch die Einbindung der Geflüchteten als OrganisatorInnen der Präsentationsvorbereitung können diese Kenntnisse und Erfahrungen in zahlreichen Bereichen (künstlerische Kenntnisse, Organisation einer Veranstaltung, Öffentlichkeitsarbeit für eine Veranstaltung, …) erlangen. Die gemeinsame Gestaltung und Organisation vertieft die strukturelle Kopplung der Bündnispartner nachhaltig. Der Projektverlauf soll laufend in einem Projektblog dokumentiert werden.

Geförderte Kompetenzbereiche:

Medienkompetenz: Die Kritikfähigkeit im Umgang mit Bildern und Texten aus dem Internet oder (sozialen) Medien wird geübt. Die TeilnehmerInnen nutzen die Medien für die eigenen sozialen Interessen.

Methodenkompetenz: Die TeilnehmerInnen erlernen den Umgang mit audiovisuellen Medien. Sie planen, gestalten und produzieren Multimediaclips, Videos, Audiofiles, Ausstellungen etc.. Sie lernen technische und organisatorische Rahmenbedingungen kennen und präsentieren ihre Ergebnisse live und im Netz.

Narrative Kompetenz: Die TeilnehmerInnen lernen selbständig Erzählungen und Strukturen darzustellen. Sie erarbeiten ein von ihnen gewähltes Thema und erstellen, verantworten und präsentieren ein eigenes Produkt.

Kommunikationskompetenz: Die TeilnehmerInnen erproben partnerschaftliches Arbeiten. Das Projekt fördert den Dialog und fördert die Anbindung an die neue Umgebung.

Methodisch werden diese Ziele über ein komplexes aufgaben- und ergebnisorientiertes learning by doing bzw. learning through interaction in Partnerarbeit realisiert.

Förderhöhe:

unterschiedlich; je nach Art und Anzahl bewilligter Workshops;

Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner (z.B. Räume, personelle Ressourcen, …) sind bei der Antragstellung plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind aber nicht erforderlich.

Erstattet werden bei Bedarf die tatsächlich angefallenen belegbaren Ausgaben der jeweiligen Maßnahme (ReferentInnenhonorar Workshops, Aufwandsentschädigung Ehrenamtliche, Reisekosten, Verpflegung, Arbeitsmaterial, …). Die Beantragung mehrerer Workshopeinheiten und eine Kombination unterschiedlicher Medien sind möglich.

Die förderfähigen Einzelausgaben finden Sie in der Anlage „Überblick_förderfähige_Ausgaben_MeinLand-JEF“.

MeinLand – Zeit für Zukunft –JEF läuft bis Ende 2017.

2017 ist leider keine Antragstellung mehr möglich.