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Bildungsmaßnahmen für geflüchtete junge Erwachsene bis einschließlich 26 Jahre: Frauen iD

Frauen iD

Das Paritätische Bildungswerk fördert als Verband unter dem Titel „Frauen iD“ Bündnisse für Bildung, die kulturelle Projekte für geflüchtete junge Frauen zwischen 18 und 26 Jahren durchführen. Ziel ist es, das Selbstwertgefühl und die Selbstlernkompetenzen der geflüchteten Frauen „in Deutschland“ („iD“) durch kulturelle Bildungsangebote zu fördern.
Gefördert werden Kulturangebote aus allen Sparten wie Malerei, Theater, Musik, Tanz und angewandte Kunst. Die Angebote finden in Form von geschlechtshomogenen Gruppen mit mindestens acht teilnehmenden Frauen im Umfang von 20 bis zu 160 Unterrichtstunden statt. Sie werden von weiblichen Fachkräften aus Kunst und/oder Pädagogik durchgeführt.  Ehrenamtliche Mentorinnen übernehmen in den Angeboten Vorbild-, Austausch- oder Helferfunktionen und unterstützen die teilnehmenden Frauen darin, ihre Fluchtsituation oder Rollenbilder künstlerisch zu reflektieren und persönliche Perspektiven in der Aufnahmegesellschaft zu entwickeln. Abschluss der Projekte ist eine öffentliche Präsentation der gemeinschaftlich geschaffenen Werke.
Die Bündnisse setzen sich z.B. zusammen aus Betreuungsorganisationen vor Ort, Familienzentren, Jugendämtern, Jugendbildungswerken sowie lokalen Kooperationen der bürgerschaftlichen Flüchtlingshilfe oder auch MigrantInnenselbstorganisationen, Mehrgenerationenhäusern, Nachbarschaftszentren und Organisationen, die Frauen fördern.
 
Zielgruppe:
Frauen zwischen 18 und 26 Jahre mit Fluchterfahrung. In der frühesten Phase der Integration, soll den geflüchteten Frauen ein geschützter Rahmen geboten werden, in dem sie sich ausschließlich mit Frauen über das Erleben ihrer aktuellen Situation austauschen und kreativ auseinandersetzen können. Qualifizierte Pädagoginnen und Künstlerinnen, sowie ehrenamtliche Mentorinnen sollen die Frauen unterstützen und fördern, so dass sie eigene Kompetenzen entdecken können. Die niedrigschwelligen Kulturangebote sollen die Frauen stärken, vorhandene Kompetenzen fördern, neue Kompetenzen vermitteln und ihnen die Möglichkeit eröffnen, Deutschland kennen zu lernen und ihnen die Integration erleichtern.
 
Partizipation:
Die Frauen sollen darin gefördert werden, sich selbst im Rahmen ihrer Möglichkeiten künstlerisch auszudrücken, sich zu organisieren und die Produkte ihres Schaffens zu präsentieren. Dabei sollen sie ihre Fähigkeiten, kulturellen Lebenswelten, eigene Erfahrungen und Zukunftswünsche mit einbringen. Eine dialogische Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen soll den künstlerischen Ausdruck dahin gehend bereichern, dass kreativ Neues entsteht. Durch die Partizipation und die Präsentation im geschützten Rahmen soll neben dem Erwerb sozialer und künstlerischer Kompetenzen vor allem das Selbstwertgefühl der Frauen gestärkt werden.
 
Dauer und Format:
Gefördert werden Workshops (2-stündig bis ganztägig, ohne Überschneidungen mit anderen Maßnahmen) z.B. in Kultureinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Jugendeinrichtungen oder den Flüchtlingsunterkünften mit mindestens 8 Teilnehmerinnen im Umfang von mindestens 20 bis maximal 160 Unterrichtsstunden (die maximalen Ausgaben bei 160 Unterrichtseinheiten betragen 1.200 € pro Teilnehmerin, bei 16 TN also 19.200 €). Ergänzt wird das Format inhaltlich um die Präsentation der Ergebnisse der Maßnahmen z.B. in Flüchtlingsunterkünften, Kultureinrichtungen, Nachbarschafts-/Stadtteilzentren, Mehrgenerationen-häusern oder anderen adäquaten Orten oder auf Veranstaltungen wie Stadtteilfesten mit entsprechender Dokumentation (Fotos, Film, Presseartikel oder Präsentation auf einer Website).
 
Fördermöglichkeit:
Die Frauen iD Kulturrojekte können pro Bündnis mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden. Förderfähige Ausgaben: Honorare (max. 300 €/Tag auf Unterrichtsstundenbasis; ein Teilnehmertag sind 8 Unterrichtsstunden), Aufwandsentschädigungen für Freiwillige, Fahrtkosten, Unterkunft/Verpflegung, Raumkosten, Leihgebühren, Publikationen, Geschäftsbedarf, Material, Sonstiges wie z.B. Versicherungen. Alle Ausgaben müssen durch Belege nachgewiesen werden.Die ehrenamtlichen Mentorinnen können im Projketzeitrahmen an Fortbildungsveranstaltungen des Qualitätsverbandes ( http://www.qualitaetsverbund-kultur-macht-stark.de/startseite/) teilnehmen.
 
Antragsbedingungen:
Mindestens 3 Bündnispartner sind gemeinsam tätig. Der Antragsteller muss gemeinnützig sein. Im Rahmen dieses Bildungsbündnisses wird eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, in der die inhaltliche Zusammenarbeit der Bündnispartner dargestellt wird und die Rollen, Aufgaben und Eigenleistungen der jeweiligen Bündnispartner geregelt sind. Das Bündnis benennt Ansprechpersonen für die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit und reicht eine kurze Stellungnahme einer kommunalen Einrichtung mit dem Antrag ein und macht Angaben zur Qualifikationen und Erfahrungen des mit den Frauen arbeitenden Personals.
 
Findet die Maßnahme während anderer geförderter Angebote (z.B. Integrationskurse) statt? :
Eine Frauen iD Maßnahme kann nur zusätzlich zu anderweitig geförderten Angeboten wie Arbeitsförderinstrumente nach SGB II und III , nach § 41 SGB XII oder §§ 43 ff. AufenthG(Integrationskurse)stattfinden und darf keine Angebote ersetzen! Sie darf auch nicht vor der Genehmigung/Bewilligung begonnen haben. Es soll eine Doppelförderung ausgeschlossen werden.
 
Formale Kriterien
- Vollständigkeit des Antrags (inkl. der geforderten Anlagen)
- Ist die finanzielle Kalkulation schlüssig und nachvollziehbar?
- förderfähig sind Honorarausgaben, aber keine Personalstellen

weitere Informationen und Kriterien finden Sie in der Checkliste auf unserer Homepage: www.frauen-id.de

 
Die Antragsstellung kann jeder Zeit über das elektronische Antragsformular erfolgen.
Bitte besuchen Sie zwecks ausführlichen Informationen zu Konzept und Förderkriterien

unsere Website www.frauen-iD.de

Ansprechpartnerin: Indre Bogdan bogdan@pb-paritaet.de

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