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"MIT KUNST" für geflüchtete junge Erwachsene (KEINE ANTRAGSTELLUNG MEHR MÖGLICH!)

MIT KUNST – Projekte ästhetischer Bildung für geflüchtete junge Erwachsene

Unter dem Titel "MIT KUNST“ fördert der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) lokale Bündnisse, die Projekte ästhetischer Bildung für geflüchtete junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren durchführen. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch Vermittlung künstlerischer Techniken einen Zugang zu Kunst, Kultur und zur eigenen Kreativität zu eröffnen.

 

Wichtige Voraussetzungen für eine Förderung

  • Grundlage der Förderung ist die "Richtlinie zur Förderung von außerschulischen Maßnahmen, insbesondere der kulturellen Bildung, für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Bündnissen für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 3. Mai 2012 nebst Ergänzung vom 31. März 2016.
  • Lokale Bündnisse, d.h. mindestens drei Vereine/Institutionen/Einrichtungen schließen sich zu einem lokalen „Bündnis für Bildung“ zusammen, dessen Maßnahmen (Projekte) im Rahmen des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" gefördert werden können.
  • Diese Maßnahmen müssen neuartig und zusätzlich sein, eine Fortführung bereits bestehender Maßnahmen ist ausgeschlossen. 
  • Die Maßnahmen richten sich an geflüchtete junge Erwachsene im Alter von 18 bis einschließlich 26 Jahren. Personen, die nicht zu dieser Zielgruppe gehören, können an den Maßnahmen teilnehmen, sofern dies im Konzept begründet wurde und der Fokus auf der Kernzielgruppe bestehen bleibt.

 

Anforderungen an die lokalen Bündnisse

In den lokalen Bündnissen werden Vereine und Einrichtungen zusammenarbeiten, die unterschiedliche Kompetenzen einbringen.

  • Mindestens ein Kooperationspartner muss den Zugang zur Zielgruppe, gewährleisten, z.B. als Träger einer Flüchtlingsunterkunft, als ein in einer Flüchtlingsunterkunft engagierter Verein oder als Migrantenverband.
  • Ein Kooperationspartner sollte Erfahrung in der Durchführung von Projekten der kulturellen Bildung haben.
  • Ein Kooperationspartner sollte möglichst Räume oder andere Infrastruktur für die Maßnahme zur Verfügung stellen, so z.B. sozialräumliche Einrichtungen wie kommunale Jugend- oder Sozialämter und ihre Dienste, Jugendhilfeorganisationen der freien Wohlfahrtspflege, kirchliche Institutionen, Kiez-/Stadtteilinitiativen, soziokulturelle Zentren oder Einrichtungen des Quartiermanagements.
  • Die Bündnispartner unterzeichnen Kooperationszusagen und legen ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung fest.

 

Anforderungen an ein Projekt im Rahmen des BBK-Konzepts

Voraussetzungen für die Förderung eines Projekts im Rahmen des BBK-Konzepts sind:

  • Das beantragte Projekt wird von einem/r professionellen bildenden Künstler/in durchgeführt (Ein abgeschlossenes Akademie-Studium oder eine professionelle Ausstellungstätigkeit muss nachgewiesen werden).
  • Das Projekt vermittelt künstlerische Techniken und trägt zur Entfaltung der Kreativität der Teilnehmenden bei.
  • Das Projekt lässt sich in einem der zwei vom BBK vorgegebenen Maßnahmeformate realisieren.
  • Das Projekt berücksichtigt den festgelegten Ausgabenrahmen der BBK-Maßnahmeformate.

 

Das Förderkonzept des BBK lässt Spielraum für die Vermittlung der ganzen Bandbreite künstlerischer Techniken:

  • klassische Techniken wie Malerei, Zeichnung
  • dreidimensionale Techniken mit verschiedenen Materialien
  • verschiedene Drucktechniken
  • Arbeiten mit Medien (Foto, Film)
  • Erstellung von Collagen, Bühnenbildern, Performances

Neben dem Erlernen der künstlerischen Techniken können sich die Teilnehmenden auf kreative Weise mit Fragestellungen auseinandersetzen, die ihre Lebenswirklichkeit tangieren, so z.B. mit den Themen Flucht, Kultur, Toleranz oder Migration.

Die Maßnahmen sind für die Teilnehmenden kostenfrei.

 

Welche Maßnahmeformate werden gefördert?

Das BBK-Konzept bietet zwei Maßnahmeformate:

  • Kleines Kunstpaket mit max. 60 Stunden (inkl. Vor- und Nachbereitung)     
    • bis zu einer Fördersumme i. H. v. 6.300 €, davon Künstlerhonorar bis zu 2.400 €, Sachausgaben bis zu 2.790 €
    • zudem mit einem Budget für Sprachmittler*innen und ehrenamtliche Kräfte zur Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

 

  • Großes Kunstpaket mit max. 200 Stunden (inkl. Vor- und Nachbereitung)   
    • bis zu einer Fördersumme i. H. v. 18.400 €, davon Künstlerhonorar bis zu 8.000 €, Sachausgaben bis zu 7.190 €
    • zudem mit einem Budget für Sprachmittler*innen und ehrenamtliche Kräfte zur Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

 

Innerhalb einer Maßnahme können Workshops über mehrere aufeinander folgende Tage/Wochen oder regelmäßige wöchentliche Kurse über mehrere Monate stattfinden. Die Module können parallel oder zeitlich versetzt stattfinden. Es können auch mehrere Honorarkräfte (Künstlerinnen und Künstler) zusammenarbeiten, um größere Gruppen zu erreichen. 

Merkblätter zu beiden Maßnahmeformaten finden Sie in den Anhängen.

 

Wer kann sich um eine Förderung bewerben?

Antragsteller kann einer der mindestens drei Kooperationspartner eines lokalen Bündnisses sein. Der Antragsteller sollte ein eingetragener Verein sein. 

Einzelpersonen bzw. Honorarkräfte im Projekt (Künstlerinnen und Künstler) können keinen Antrag stellen. Auch formale Bildungsorte (Schulen, Kitas) und kommunale Einrichtungen sind nicht antragsberechtigt, sind aber als Bündnispartner willkommen. Weitere Bündnispartner sind möglich.

 

Wie bewirbt man sich beim BBK?

Die Bewerbung für eine Förderung im Rahmen des BBK-Konzepts erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.

  • In der ersten Stufe – der Antragsskizze – reichen Interessenten ein Stammdatenblatt mit rechtsverbindlicher Unterschrift, ein Projektkonzept mit grobem Finanzplan, die Kooperationszusagen der Bündnispartner sowie einen Lebenslauf des durchführenden Künstlers/der Künstlerin direkt beim BBK (BBK, Mohrenstr. 61, 10117 Berlin, bfb-mit-kunst@bbk-bundesverband.de) ein. Einsendeschluss für die Einreichung solcher Antragsskizzen ist der 27.08.2016 (online und postalisch – es gilt das Datum des Poststempels).

Muster für das Stammdatenblatt und die Kooperationszusagen sowie Hinweise zum Projektkonzept finden Sie in den Anlagen.

  • Die Expertenjury unter Leitung des Projektleiters Werner Schaub bewertet in einer Jurysitzung am 08.09.2016 das Konzept nach der künstlerischen und pädagogischen Qualität, der Eignung der Konzeptidee für die Zielgruppe sowie der Qualität der Darstellung des Ablaufs und wählt die förderfähigen Projekte aus. Antragsteller erhalten eine schriftliche Benachrichtigung über die Juryentscheidung.
  • Diejenigen, deren Antragsskizzen als förderfähig ausgewählt werden, können dann einen Antrag in der Datenbank des BMBF einreichen.
  • Maßnahme(Projekt-)beginn ist grundsätzlich (erst) nach Prüfung und Bewilligung des komplettierten Antrags durch den BBK möglich.

 

Hilfestellung und Beratung sowohl bei der Formulierung der Antragsskizze als auch bei der späteren Antragstellung in der Datenbank bieten Daniel Deppe und Bettina Knop in der Bundesgeschäftsstelle des BBK (bfb-mit-kunst@bbk-bundesverband.de, Telefon 030 264 09 70).

 

Hinweise zur Finanzierung der geförderten Maßnahmen

Die Maßnahmen erhalten eine Förderung auf Ausgabenbasis. Dies bedeutet:

  • Alle Ausgaben müssen durch Originalbelege nachgewiesen werden.
  • Die Förderung erfolgt in voller Höhe der nachgewiesenen Ausgaben, sofern sie den festgelegten Kostenrahmen für die Maßnahmeformate (kleines und großes Kunstpaket) des BBK-Konzepts nicht überschreiten.
  • Nach Abschluss der Projekte und Prüfung des Verwendungsnachweises wird den Antragstellern eine Verwaltungspauschale in Höhe von 5 Prozent aller anerkannten Ausgaben gewährt.
  • Finanzielle Eigenanteile (Eigenmittel, Drittmittel) sind nicht erforderlich. Allerdings wird erwartet, dass die Bündnispartner angemessene Eigenleistungen erbringen, indem sie z.B. Infrastruktur, Organisationsleistungen oder sonstigen ehrenamtlichen Personaleinsatz zur Verfügung stellen. Die Eigenleistungen sind im Förderantrag in der Datenbank (2. Antragsstufe) darzustellen.
  • Die Antragsteller sind zur Erstellung eines Verwendungsnachweises verpflichtet, der alle Ausgaben aufschlüsselt und die Maßnahme dokumentiert. Diese Nachweispflichten sind durch das Haushalts- und Zuwendungsrecht festgelegt, die notwendigen Formblätter werden in der Förderdatenbank zur Verfügung gestellt.

Auch hier beraten Daniel Deppe und Bettina Knop aus der BBK-Bundesgeschäftsstelle.

 

Kontakt

Interessierte können sich für weitere Informationen und Unterstützung bei der Antragstellung an die Bundesgeschäftsstelle des BBK wenden:

BBK-Bundesgeschäftsstelle

Mohrenstraße 63

10117 Berlin

Tel       030 264 09 70

Fax      030 280 99 305

Mail     bfb-mit-kunst(at)bbk-bundesverband.de

 

Projektleiter: Werner Schaub

Projektadministration: Bettina Knop, Daniel Deppe